Kachelofen Heizung Der Kachelofen - Behaglichkeit, Gemütlichkeit und wohlige, gesunde Wärme

Der Kachelofen - Behaglichkeit, Gemütlichkeit und wohlige, gesunde Wärme

Mit einem Kachelofen verbindet sich die Vorstellung von Behaglichkeit, Gemütlichkeit und wohliger, gesunder Wärme. Als energiesparende und von fossilen Brennstoffen unabhängige Wärmequelle hat der Kachelofen heute besonders an Aktualität gewonnen.

Aus dem Existenzkampf der Menschheit sind Herde und Öfen nicht wegzudenken. Von den offenen Feuerstellen der Urzeit abgesehen, dürfte der Kachelofen das älteste Heizgerät sein. Der Wärmespender mit der längsten Tradition ist er sicherlich. Bereits aus dem 14. Jahrhundert existieren gesicherte Quellen über Kachelöfen. Seit dieser Zeit hat sich das Handwerk enorm weiterentwickelt. Funde weisen darauf hin, dass der Kachelofen anfängliche - wie alle angenehmen und das Leben erleichternde Einrichtungen - dem Adel und den Patriziern vorbehalten war.

Als Vorläufer des heutigen Kachelofens kann man wohl den Pfahlbauofen aus der Bronzezeit um 2500 v. Chr. ansehen. Bei dieser im Alpengebiet und im süddeutschen Alpenvorland entstandenen Urform des Kachelofens handelte es sich um Feuerstätten, die aus Steinen und Lehm aufgebaut waren. Die Steine hatten damals bereits die Aufgabe, die Wärme zu speichern.

Die weitere Entwicklung des Kachelofens erfolgte ebenfalls im Alpenraum. In den weichen Lehm des Ofenmaterials wurden aus Ton gefertigte Töpfe eingedrückt, um damit die Wärme abstrahlende Oberfläche zu vergrößern.

Die Geschichte des Kachelofens beginnt meist mit dem Hinweis auf die Zeit des Königs Rothaar (636 – 652), aus der eine Nachricht über einen Heizofen stammt, der aus 250 Topfkacheln hergestellt wurde. Die Bezeichnung für Kachel „cacabus“ bezieht sich ohne Zweifel allgemein auf Topf und meint in der Frühzeit noch nicht die uns geläufigen Blattkacheln der Öfen.

Das Setzen des eigentliche Kachelofens, dessen Ummantelung ausschließlich aus Kacheln besteht, war erst möglich, als es den Töpfern gelang, aus den runden keramischen Schüsseln quadratische Kacheln mit angebauten Rändern (Rümpfen) zu fertigen. Diese Entwicklung geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Der Kachelofen machte dann in seiner äußeren Gestaltung alle Baustile mit, von der Gotik, Renaissance, Barock, Rokoko, Klassizismus, Biedermeier über die Gründerzeit und den sich daran anschließenden Jugendstil bis in unsere Tage. Die große Zeit des Kachelofens, als der Architekturofen zum Zentralmotiv des Wohnraums wurde, begann sicher im 15. Jahrhundert. Eine Blütezeit für die Kunst des Kachelofens war das 16. und 17. Jahrhundert.

Der wahrscheinlich älteste Kachelofen einer auch heute noch üblichen Bauart dürfte in der Landesfürstlichen Residenz in Meran zu finden sein. Er stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Die Entwicklung des Kachelofens führte in logischer Konsequenz von den einzeln eingedrückten Kacheln zum Kachelmantel. Dabei erkannten die Menschen recht schnell, dass diese vom Hafner gefertigten Kacheln eine Möglichkeit zur künstlerischen Gestaltung boten. Nicht nur Fürsten, auch einfache Bauern ließen sich ihren Kachelofen "maßschneidern".

Heute lassen sich ganze Stilepochen an den vielen noch erhaltenen Kachelöfen der vergangenen Jahrhunderte nachweisen.

Neben der Anpassung der äußeren Gestaltung hat man es aber auch verstanden, den Kachelofen in diesen Epochen technisch weiterzuentwickeln. Kachelöfen sind deshalb traditionell und modern zugleich: traditionell, weil sie im Wesentlichen nach alten und bewährten Regeln gebaut werden; modern, weil sie einerseits durch die eingebaute Technik äußerst bedienungsfreundlich geworden sind und andererseits heute Holz als regenerativer Brennstoff sehr gefragt ist.

Der Kachelofen der Gegenwart
Sie können heute unter vielen Bauarten wie z. B. Grundkachelöfen, Warmluftkachelöfen, Warmluftkachelöfen mit nachgeschalteten keramischen Heizzügen oder mit Warmwasserheizungsteil wählen, ganz nach Ihren persönlichen Vorstellungen und Bedürfnissen, wobei sich die einzelnen Kachelofensysteme in der Technik als auch in der Wirkungsweise unterscheiden, das heißt, in dem unterschiedlichen Verhältnis von Konvektions- und Strahlungswärme. Ein angenehmes Wärmeempfinden, also die Behaglichkeit, die ein Kachelofen erzeugen kann, ist auf den hohen Strahlungswärmeanteil zurückzuführen, den er an die beheizten Räume abgibt.

Strahlungswärme entsteht durch die aufgeheizte Oberfläche des Kachelofens, die ihre Wärme, ohne die Raumluft zu erhitzen, an die festen Gegenstände im Raum abgeben und diese erwärmen. Die Strahlungswärme ist deshalb so angenehm, weil die Raumluft nicht direkt aufgeheizt wird und deshalb relativ kühl bleibt, ohne dass die Bewohner ein Gefühl der Kälte haben, das die umgebenden Wände so weit erwärmt werden, dass sich eine sehr geringe Differenz zwischen Körperoberfächentemperatur und der Temperatur der Umschließungswände ergibt.

So ist die von einem Kachelofen auf einen stehenden Menschen einwirkende Wärme ideal verteilt, da der Kopf kühl bleibt während die Körpermitte erwärmt wird. Ganz ideal ist dann noch eine Positionierung des Ofenkörpers möglichst in der Mitte des Raumes.

Heutzutage muss jeder neue Kachelofen genau berechnet werden, wodurch eine optimale Verbrennung sowie ein hoher Wirkungsgrad gewährleistet wird.

Ein Kachelofen ist somit eine seit Jahrhunderten bewährte und gleichzeitig äußerst moderne Heizmöglichkeit, über die aufgrund ihrer Nachhaltigkeit und ihres umweltbewussten Energieverbrauchs nicht hinweggesehen werden darf.

Quellen: Wikipedia
Torsten Gebhard “Kachelöfen“
Joachim Fehr – Ingo Müller “Moderne Kachelöfen“


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